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Die Gemeinde Rastede
1. Geschichtliche Entwicklung Sehenswürdigkeil und ehrwürdiges Wahrzeichen der Gemeinde ist die 1059 von Graf Huno gestiftete St.-Ulrichs-Kirche, ein einschiffiger Feld- und
In dem großen, waldartigen Park erinnert eine Gruppe von Bauteilen an das 1091 der Jungfrau Maria geweihte Benediktinerkloster mit Basilika. Die reiche, kostspielige und künstlerische Ausstattung begründete sich auf wirtschaftlichen Wohlstand, den die Äbte durch Schenkungen gräflicher Stifter in Form von umfangreichem Güterbesitz in Friesland, im Ammerland, in Stedingen, im Wümmegau, sogar im Bardengau und in der Soester Börde erfuhren. Im Kloster schrieb 1336 der ammerländische Benediktinermönch Henrik Gloyesteen die noch im großherzoglichen Besitz befindliche Handschrift des “Sachsenspiegels", die ein anderer Mönch mit kulturell wertvollen Miniaturen illustrierte. Um 1400 entstand im Kloster die Pergamenthandschritt der Rasteder Chronik, eine wertvolle Quelle zur mittelalterlich-oldenburgischen Geschichte, die mit dem in der Gründerzeit des Klosters begonnenen Rasteder “Buch des Lebens" und anderen Aufzeichnungen im Staatsarchiv in Oldenburg lagert. Kloster Rastede war durch seine Schule und seine Bibliothek ein Kulturmittelpunkt, doch lockerte sich die Klosterdisziplin auch hier. Die Reformbewegung der Bursfelder Kongregation, ein Zusammenschluß der Benediktinerklöster (Bursfelder Statuten 1458—1803), vermochte das monastische Leben in Rastede auf Dauer nicht zu erneuern. Graf Christopher von Oldenburg, vormals Domherr zu Köln, machte sich selbst zum “Provisor" und fand die Mönche mit Renten ab. Er lebte in Rastede als Humanist und starb 1566. Auf dem Klosterhof ließ Graf Anton Günther von Oldenburg einen Marstall mit Gestüt und Reitstall errichten, baute diesen 1643 — im 3Ojährigen Krieg — zu einer Sommerresidenz um und ließ die Basilika renovieren. Hier starb er 1667. 1777 erwarb Prinz Peter Friedrich Ludwig von Holstein-Gottorp den alten, zum Schloss umgebauten Klosterbesitz von der Familie von Röder, und so ist er bis heute im Besitz der Herzöge von Oldenburg geblieben, die den Abtsbusch erheblich erweitert und zu einem Landschaftspark (Schlosspark) umgestaltet haben.
2. Lage Die Gemeinde Rastede ist in 24 Bezirke eingeteilt, hat eine Gebietsfläche von 12290 ha und eine Einwohnerzahl von ca. 20.000. Rastede, in der vielseitigen Landschaft des Geestrandes zwischen Wäldern, Heide und Moor, wurde zum Erholungsgebiet und ist deshalb auch als Luftkurort staatlich anerkannt. Die
Rastede hat eine ausgezeichnete Verkehrslage: Die Außenerschließung der Gemeinde ist durch die Bundesautobahn Wilhelmshaven—Oldenburg (A 29), Land-, Kreis- und Gemeindestraßen gewährleistet. Die Bahnlinie Oldenburg—Wilhelmshaven hat eine Interregio-Station in Rastede, die Nord – West – Bahn verkehrt im Stundenrhytmus, Buslinien der Deutschen Bahn AG ergänzen das öffentliche Verkehrsnetz. So ist es möglich, dass der Luftkurort Rastede von auswärtigen Gästen leicht erreicht werden kann.
3. Wirtschaftliche Entwicklung So zeichnete sich Mitte des 19. Jahrhunderts eine ständige Aufwärtsentwicklung ab, die durch Industrialisierung und Neuerungen in der Landwirtschaft bessere Lebensgrundlagen schaffte. Durch den Anschluß an das Eisenbahnnetz 1867 wurde die wirtschaftliche Basis noch erweitert.
Rastede ist durch die Evangelische Heimvolkshochschule und die Raiffeisenakademie Sitz allgemeiner Ausbildungsarbeit. Rastede ist mit allen Einrichtungen infrastruktureller Versorgung und kommunaler Daseinsvorsorge — von einem großen Schulzentrum, Heim und Pflegestätte, Sportanlagen aller Art, Reit- und Tennishallen bis zur vollbiologischen Kläranlage - bestens ausgestattet. So zeigen sich auch Erfolge des wachsenden Fremdenverkehrs. 1983 wurde Rastede als Luftkurort staatlich anerkannt. Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde gehören der Schloßpark mit Schloß und Ellemteich, Waldgebiet “Eichenbruch-Ellern und Ipweger Büsche”, die St.- Ulrichs-Kirche mit Grafengruft und Krypta, Naturschutzgebiet Ipwegermoor, Palais mit Kunstausstellungen und Theatertagen, Palaisgarten, Mühlenhof und Wassermühle. Sie sind Ausflugsziele vieler Besucher. Auch bieten die alljährlichen Großveranstaltungen wie Radwandertag, Volkslauf, Oldenburger Landesturnier (Reiterliche Großveranstaltung), Internationale Rasteder Musiktage, Ellernfest, Volkswandertag, Grasbahnrennen und Rasteder Schützenfest, zahlreichen Besuchern die Gelegenheit, Rasteder Land und Leute kennen zu lernen.
4. Freizeitgestaltung
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